arabisches Stadtbild im Oman

Die arabischen Frauen tragen eine Abaya, ein traditionelles islamisches Kleidungsstück. Sie ist eine Art Überkleid, je nach gesellschaftlichem und religiösem Umfeld dabei sehr schlicht oder aber aufwendig gehalten, die von den Frauen über ihrer normalen Kleidung getragen wird, wenn sie das Haus verlassen. Die Abaya bleibt auch modern dabei stets hochgeschlossen und langärmlig und wird traditionell immer mit einem Kopftuch kombiniert, häufig in Verbindung mit einem Gesichtsschleier. Die Männer tragen meisten traditionell ein langes, oft weißes oder helles, Gewand, sowie dazu immer als Kopfbedeckung eine runde Kappe oder ein um den Kopf gewickeltes Kaschmirtuch.

vor dem Verstummen

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Das Holocaust-Mahnmal für die unter der Herrschaft Hitlers und des Nationalsozialismus ermordeten sechs Millionen Juden besteht aus über 2700 Stelen. Die Gedenkstätte kann von jeder Seite aus betreten werden. Die Betonstelen unterscheiden sich nur in ihrer Höhe voneinander und erzeugen je nach Standort ein wellenförmiges Muster. Mit seiner abstrakten Form soll das Mahnmal zum Nachdenken anregen und die Erinnerung an ein unvorstellbares Geschehen der deutschen Geschichte wach halten.

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Mauertour

Berlin on bike startet in der Kulturbrauerei Nähe Prenzlauer Berg. Eine interessante, bereichernde und sehr andere und besondere Tour ist die Mauertour “Zeitzeugen des Mauerfall”.

„Wenn wir die Geschichte vergessen, holt sie uns ein“. (Gedenkspruch)

Seit dem Mauerbau im August 1961 bis zum Mauerfall 1989 durchschnitt der sogenannte Todesstreifen fast 30 Jahre lang die Stadt und das Leben der Menschen. Auf 160 Kilometern im Zickzackkurs trennte der “Antifaschistische Schutzwall” die Berliner in Ost und West voneinander, zwei Länder und zwei Systeme.

129myviewEin Zeitzeuge ist Peter Barsch. Er scheiterte bei seinem ersten Fluchtversuch. Er und sein Freund wurden verhaftet, aber sie überlebten. Peter Barsch kam für 23 Monate in Jugendhaft, ließ sich dadurch aber von seinem Vorhaben, Ost-Berlin zu verlassen, nicht abbringen. Zusammen mit einer Freundin gelingt ihm als 20-Jähriger Mitte der siebziger Jahre bei seinem dritten Versuch schließlich erfolgreich die Flucht. Unter Lebensgefahr durchschwimmen sie in Berlin einen Grenzanlagenbereich der Spree. Heute führt Peter Barsch unter anderem auf dem Fahrrad Interessierte entlang der ehemaligen Mauer und begibt sich mit ihnen auf eine Spurensuche in die deutsche Vergangenheit.

Eine Vergangenheit, die durch sein Erleben, durch seine Kontakte zu vielen Zeitzeugen wie z.B. den Tunnelbauern, aber besonders durch seine persönliche Geschichte, von ihm sehr hautnah, offen und authentisch erzählt, lebendig und greifbarer wird.

Tausende Menschen versuchten105myview zwischen 1961 und 1989 auf unterschiedlichsten Wegen aus Ostdeutschland zu fliehen und riskierten dabei ihr Leben, Hunderte starben.

Seit das SED-Regime im August 1961 die Berliner Mauer errichtete, gab es auch immer wieder Versuche, mittels gegrabener Tunnel die tödlichen Sperranlagen zu überwinden und in die Freiheit zu gelangen. Der erste Tunnel entstand gleich 1961, der letzte 1984. Insgesamt waren es mehr als siebzig Fluchttunnel, durch die über 300 DDR-Bürger nach Westberlin gelangten. Es gab erfolgreiche und spektakuläre Aktionen, aber auch Verrat und bitteres Scheitern.

 

Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße

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Aufstrebende, stabförmige Stahlarmierungen und in den Boden eingelassene Stahlbänder zeichnen den Verlauf der Mauer entlang der Bernauer Straße nach, besitzen aber auf Grund ihrer Durchlässigkeit keine Barrierewirkung wie einst die Berliner Mauer.

 

 

Das „Fenster des Gedenkens“ als Erinnerungsort für die Opfer der Mauer. Name, Geburts- und Todesdatum sowie, falls vorhanden, ein Portraitfoto der Opfer sind auf dem elf Meter langen gerasterten Wandobjekt aus Cortenstahl abgebildet und in ausgefachten Fenstern hinter getönten Glasscheiben platziert.102myview

Nicht nur Gäste, sondern vor allem die Angehörigen der Maueropfer können hier gemeinsam an die denken, deren Flucht an dieser Mauer gescheitert ist. Die dichte Anordnung der Gedenktafeln soll die Opfer aus ihrer Anonymität herausholen.

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Jakobsweg

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Erreichte der Pilger das Ziel seiner Reise, Santiago de Compostela, so verbrachte er die erste Nacht wachend und betend in der Kathedrale. In den nächsten Tagen übergab er seine Opfergaben, die er von dem langen Weg mitgebracht hatte, und schließlich wurden ihm in einer eigenen Zeremonie seine Sünden erlassen. Vor der Heimreise erhielt als Zeichen seiner erfolgreichen Pilgerfahrt die Jakobsmuschel überreicht, die er sich an seinen Hut oder seinen Pilgermantel heftete. Die Muschel war der Beweis dafür, dass der Pilger seine Reise wirklich gemacht hatte. Sie verlieh Ansehen und Schutz. Zudem wurden ihr heilende Kraft zugesprochen.

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