bubble gum

Mauerreste am Potsdamer Platz in Berlin

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Überschärfung als Stilmittel. Leinwandeffekt erzeugen. Kontrast und Sättigung erhöhen. Farben intensivieren. Darf man das? Warum nicht? Schärfe ist ein sehr subjektiver Eindruck. Ich denke, jeder setzt sich selber seine Grenze. Die Kunst liegt im Auge des Betrachters, heißt es treffend. Dies gilt sicher auch für die Fotografie. Mir gefällt’s. It’s my view.

„Eingetrene Pfade zu verlassen und Mut zum Experiment zu haben, ist in meinen Augen ein Gradmesser für Kreativität und unverfrorene Courage.“, schrieb ein Fotograf zu dem Thema.

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vor dem Verstummen

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Das Holocaust-Mahnmal für die unter der Herrschaft Hitlers und des Nationalsozialismus ermordeten sechs Millionen Juden besteht aus über 2700 Stelen. Die Gedenkstätte kann von jeder Seite aus betreten werden. Die Betonstelen unterscheiden sich nur in ihrer Höhe voneinander und erzeugen je nach Standort ein wellenförmiges Muster. Mit seiner abstrakten Form soll das Mahnmal zum Nachdenken anregen und die Erinnerung an ein unvorstellbares Geschehen der deutschen Geschichte wach halten.

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Ruinen

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Ruinenberg in Potsdam. Zur Bewässerung der Fontänen im südlich angrenzenden Park Sanssouci ließ Friedrich der Große 1748 ein Wasserreservoir bauen und mit künstlichen Ruinen, Römische Säulen, ein Rundtempel sowie die Wand eines Römischen Theaters gestalten.

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Berlin on Trabant

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Der Trabi kam zu schnell und vorallem zu unverhofft um die Ecke. Das Originalfoto ist absolut unscharf. Das Foto ließ mich aber irgendwie nicht los. Löschen mochte ich es nicht. Ich habe es nachträglich überschärft. Das Resultat empfinde ich als Kunstgemälde ohne Leinwand. streetART.

Mauerkunst

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081myview1976 begann die DDR einen neuen Typ der Berliner Mauer zu errichten. Diese Mauer aus Beton bestand aus einzelnen Segmenten mit einer Höhe von 3,60 m. Obwohl das Bemalen der Mauer nicht erlaubt war, forderte gerade deren weiße Grundierung die Künstler in Berlin heraus, die Mauer als längste Leinwand der Welt zu nutzen. Die Mauerkunst war nicht geschützt und jeder konnte an der Westseite der Mauer seine künstlerischen Ideen umsetzen. Nach dem Fall der Mauer konnte auch die Ostseite der Mauer bemalt werden. Die Künstler malten jedoch gegen die Zeit. Mauerspechte und der in 1990 begonnene Abriss der Berliner Mauer zerstörten auch die Kunstwerke.076myview

Mauertour

Berlin on bike startet in der Kulturbrauerei Nähe Prenzlauer Berg. Eine interessante, bereichernde und sehr andere und besondere Tour ist die Mauertour “Zeitzeugen des Mauerfall”.

„Wenn wir die Geschichte vergessen, holt sie uns ein“. (Gedenkspruch)

Seit dem Mauerbau im August 1961 bis zum Mauerfall 1989 durchschnitt der sogenannte Todesstreifen fast 30 Jahre lang die Stadt und das Leben der Menschen. Auf 160 Kilometern im Zickzackkurs trennte der “Antifaschistische Schutzwall” die Berliner in Ost und West voneinander, zwei Länder und zwei Systeme.

129myviewEin Zeitzeuge ist Peter Barsch. Er scheiterte bei seinem ersten Fluchtversuch. Er und sein Freund wurden verhaftet, aber sie überlebten. Peter Barsch kam für 23 Monate in Jugendhaft, ließ sich dadurch aber von seinem Vorhaben, Ost-Berlin zu verlassen, nicht abbringen. Zusammen mit einer Freundin gelingt ihm als 20-Jähriger Mitte der siebziger Jahre bei seinem dritten Versuch schließlich erfolgreich die Flucht. Unter Lebensgefahr durchschwimmen sie in Berlin einen Grenzanlagenbereich der Spree. Heute führt Peter Barsch unter anderem auf dem Fahrrad Interessierte entlang der ehemaligen Mauer und begibt sich mit ihnen auf eine Spurensuche in die deutsche Vergangenheit.

Eine Vergangenheit, die durch sein Erleben, durch seine Kontakte zu vielen Zeitzeugen wie z.B. den Tunnelbauern, aber besonders durch seine persönliche Geschichte, von ihm sehr hautnah, offen und authentisch erzählt, lebendig und greifbarer wird.

Tausende Menschen versuchten105myview zwischen 1961 und 1989 auf unterschiedlichsten Wegen aus Ostdeutschland zu fliehen und riskierten dabei ihr Leben, Hunderte starben.

Seit das SED-Regime im August 1961 die Berliner Mauer errichtete, gab es auch immer wieder Versuche, mittels gegrabener Tunnel die tödlichen Sperranlagen zu überwinden und in die Freiheit zu gelangen. Der erste Tunnel entstand gleich 1961, der letzte 1984. Insgesamt waren es mehr als siebzig Fluchttunnel, durch die über 300 DDR-Bürger nach Westberlin gelangten. Es gab erfolgreiche und spektakuläre Aktionen, aber auch Verrat und bitteres Scheitern.

 

Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße

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Aufstrebende, stabförmige Stahlarmierungen und in den Boden eingelassene Stahlbänder zeichnen den Verlauf der Mauer entlang der Bernauer Straße nach, besitzen aber auf Grund ihrer Durchlässigkeit keine Barrierewirkung wie einst die Berliner Mauer.

 

 

Das „Fenster des Gedenkens“ als Erinnerungsort für die Opfer der Mauer. Name, Geburts- und Todesdatum sowie, falls vorhanden, ein Portraitfoto der Opfer sind auf dem elf Meter langen gerasterten Wandobjekt aus Cortenstahl abgebildet und in ausgefachten Fenstern hinter getönten Glasscheiben platziert.102myview

Nicht nur Gäste, sondern vor allem die Angehörigen der Maueropfer können hier gemeinsam an die denken, deren Flucht an dieser Mauer gescheitert ist. Die dichte Anordnung der Gedenktafeln soll die Opfer aus ihrer Anonymität herausholen.

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