Aldebaran

Einen schöneren ersten Segeltörn konnte ich nicht haben. Sonne und leichter Wind, die Weite des Horizontes, abendliches Einlaufen in kleine Inselhäfen, idyllische Wattlandschaften und traumhafte Sonnenuntergänge. Und das alles auf einem Klipper, von dem ich bis dahin nicht wusste, was das überhaupt ist. Die Aldebaran, ein wunderschöner Zweimastsegler.

Villa Baltic

Vor 100 Jahren direkt am Strand gebaut, mit einem grenzenlosen Blick über die Ostsee, glänzte die neobarocke Villa Baltic 1910 mit Marmor, mit säulengestützter Veranda, mit Erkern, Türmchen und dem reich verzierten Giebel.

Im Ursprung ein Privathaus, wird das Anwesen als Nachlass 1931 ein Erholungsheim für jüdische Akademiker. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 diffamieren diese die Villa zum ‚Judenschloss‘, enteignen die Immobilie und nutzen sie als Gästehaus für die Naziführung. Nach Kriegsende dann kurz russisches Lazarett, wird es später von der DDR vereinnahmt. Erst Jahre nach der Wende erfolgte die Rückgabe an die rechtmäßigen Eigentümer. In der Folge wechselnde Investoren mit Ideen, die bisher nie umgesetzt werden konnten. Das erhabene Gebäude verfällt zusehends.

So verströmt der Bau heute statt prachtvoller Erhabenheit eine morbide Melancholie.

Die hohen Fenster sind mit Sperrholz vernagelt, die Wände im Erdgeschoss mit Graffiti besprüht, aus der Balkonbalustrade ist das mittlere Stück herausgebrochen. Ich spüre schon einen Stich ins Herz, jedes mal wenn ich die Villa Baltic in ihrer verborgenen Schönheit sehe. Ich würde diesen Lost Place gerne einmal mit meiner Kamera festhalten. Aber ich betrete nur ungern abgesperrtes Terrain.

Sandflucht

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Dünen wandern, verschieben sich im Laufe der Jahre. Die Natur geht ihre eigenen Wege. An den Küsten wird versucht, diese Sandflucht sogut wie möglich zu verhindern, indem im Herbst neuer Strandhafer dort gepflanzt wird, wo Wind und Wetter und die Menschen die Dünen strapazieren.

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Land der Seefahrer

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„Premium-Linie“ Beck’s-Dreh vor Lissabon mit dem Großsegler Alexander von Humboldt II

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Ein Denkmal für die Entdecker. Genau 500 Jahre nach dem Tod Heinrich des Seefahrers wurde das Padrão dos Descobrimentos am Tejo gebaut. Denn das Zeitalter der Seefahrer und Entdecker im 15. und 16. Jahrhundert begründete die portugiesische See- und Kolonialmacht. Heinrich der Seefahrer gilt als der Vater der Navigation und der Seefahrt, obwohl er nie selbst zur See gefahren, sondern nur einmal die Planken eines Schiffes betreten haben soll. Als Theoretiker und Geldgeber der großen Expeditionen führte er Portugal in dieses neue Zeitalter. Sein großes Ziel, die Umsegelung des südlichen Endes von Afrika, erlebte er nicht mehr. Je an der linken und rechten Seite des Monuments stehen 30 wichtige portugiesische Persönlichkeiten in Reihe, an der Spitze Heinrich der Seefahrer mit einem Schiff in den Händen, den Blick über den Fluss.

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